Mahnwesen

Mahnwesen

Professionell mahnen – fair gegenüber Kunden, sicher für das Unternehmen.

  1. Überwachung offener Forderungen

    Grundlage des Mahnwesens ist die laufende Kontrolle der offenen Kundenrechnungen. In der Buchhaltung wird regelmäßig geprüft, welche Rechnungen fällig sind, überfällig werden oder bereits im Zahlungsverzug stehen. Eine strukturierte Offene-Posten-Liste ist dabei das zentrale Arbeitsinstrument.

  2. Klare Zahlungsbedingungen und Fristen

    Ein wirksames Mahnwesen beginnt bereits vor der Rechnungsstellung. Klare Zahlungsziele, Skontofristen und Verzugsregelungen müssen eindeutig auf Rechnungen und in Verträgen festgelegt sein. Nur so ist ein rechtssicheres Vorgehen bei Zahlungsverzug möglich.

  3. Mahnstufen und systematischer Ablauf

    Das Mahnwesen ist meist in mehrere Mahnstufen gegliedert:

    Zahlungserinnerung (freundlich, informativ)
    Erste Mahnung (sachlich, mit neuer Frist)
    Zweite Mahnung (deutlich, Hinweis auf Konsequenzen)
    Letzte Mahnung (Androhung rechtlicher Schritte)

    Diese Struktur sorgt für Transparenz und Gleichbehandlung aller Kunden.

  4. Berechnung von Verzugszinsen und Mahngebühren

    Ab Eintritt des Zahlungsverzugs können Verzugszinsen und gegebenenfalls Mahnspesen berechnet werden. Die Buchhaltung stellt sicher, dass diese Beträge gesetzeskonform berechnet und korrekt verbucht werden. Fehler können rechtliche Auseinandersetzungen nach sich ziehen.

  5. Kommunikation mit Kunden

    Ein professionelles Mahnwesen erfordert eine sachliche und respektvolle Kommunikation. Ziel ist nicht Eskalation, sondern Zahlungseingang. Die Buchhaltung fungiert oft als Schnittstelle zwischen Vertrieb und Kunde, um Missverständnisse zu klären oder Zahlungsvereinbarungen zu treffen.

  1. Zahlungsvereinbarungen und Ratenzahlungen

    In bestimmten Fällen werden individuelle Lösungen wie Ratenzahlungen oder Stundungen vereinbart. Diese müssen klar dokumentiert und in der Buchhaltung überwacht werden, um erneute Zahlungsausfälle zu vermeiden.

  2. Abstimmung mit dem Forderungsmanagement

    Bei längerem Zahlungsverzug entscheidet die Buchhaltung gemeinsam mit der Geschäftsleitung über weitere Schritte, z. B. Inkasso oder rechtliche Maßnahmen. Eine fundierte Entscheidungsgrundlage ist dabei essenziell.

  3. Übergabe an Inkasso oder Rechtsanwalt

    Bleiben Mahnungen erfolglos, erfolgt die Übergabe der Forderung an ein Inkassounternehmen oder einen Rechtsanwalt. Die Buchhaltung stellt alle notwendigen Unterlagen bereit und dokumentiert den weiteren Verlauf.

  4. Wertberichtigungen und Abschreibungen

    Bei zweifelhaften oder uneinbringlichen Forderungen müssen Wertberichtigungen oder Abschreibungen vorgenommen werden. Diese Maßnahmen wirken sich direkt auf den Jahresabschluss und das Ergebnis aus und erfordern sorgfältige Prüfung.

  5. Dokumentation und Nachvollziehbarkeit

    Alle Schritte im Mahnwesen müssen lückenlos dokumentiert werden. Dies ist wichtig für interne Kontrollen, externe Prüfungen und rechtliche Auseinandersetzungen.

  6. Bedeutung für Liquidität und Unternehmenssteuerung

    Ein funktionierendes Mahnwesen verbessert den Cashflow, reduziert Außenstände und stärkt die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Es liefert zudem wichtige Informationen über das Zahlungsverhalten der Kunden.

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IHRE FRAGEN

Die Geschäftswelt unterliegt einem ständigen Wandel.

Sollten Sie über die dargestellten Informationen hinaus weitere Rückfragen haben oder einzelne Themen vertiefen wollen, stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Diese sollen Ihnen einen Überblick über relevante steuerliche und betriebswirtschaftliche Aspekte geben und erste Antworten liefern. Für eine individuelle Beratung sprechen Sie uns jederzeit gerne persönlich an.

Das Mahnwesen hat eine direkte steuerliche Relevanz, da unbezahlte Rechnungen Auswirkungen auf den Gewinn, die Umsatzsteuer und den Jahresabschluss haben. Offene Forderungen erhöhen zwar den Ertrag, führen aber noch nicht zu einem tatsächlichen Zahlungseingang. Ohne konsequentes Mahnwesen kann es zu Liquiditätsengpässen kommen, während Steuern – insbesondere die Umsatzsteuer – dennoch abgeführt werden müssen. Ein strukturiertes Mahnwesen hilft daher, steuerliche Belastungen und finanzielle Risiken zu reduzieren.

Wenn Zweifel an der Einbringlichkeit einer Forderung bestehen, können Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden. Diese mindern den steuerpflichtigen Gewinn und wirken sich somit steuermindernd aus. Voraussetzung ist, dass der Zahlungsausfall konkret absehbar ist, etwa nach mehreren erfolglosen Mahnungen oder bei finanziellen Schwierigkeiten des Kunden. Pauschale Wertberichtigungen unterliegen steuerlichen Einschränkungen und müssen sorgfältig begründet werden.

Ist eine Forderung endgültig uneinbringlich, etwa nach Insolvenz des Kunden oder erfolgloser Zwangsvollstreckung, kann sie steuerlich abgeschrieben werden. Der Forderungsbetrag mindert den Gewinn, und bereits abgeführte Umsatzsteuer kann vom Finanzamt zurückgefordert bzw. korrigiert werden. Eine lückenlose Dokumentation des Mahnverfahrens ist dabei zwingend erforderlich.