Verlustersatz wird verlängert

Verlustersatz wird verlängert

Der Verlustersatz umfasst in seiner verlängerten Variante nun auch die zweite Jahreshälfte 2021. Die Details der Verlängerung beinhalten auch Änderungen. 
   
Betrachtungszeiträume
Die Betrachtungszeiträume wurden auf die Monate Juli bis Dezember 2021 (ein Betrachtungszeitraum je Kalendermonat) verlängert. Diese müssen zeitlich zusammenhängen. Ein möglicherweise vorher beantragter Verlustersatz kann aber getrennt zu sehen sein, dieser muss nicht mit jenem der Verlängerung zusammenhängen. 
    
Ausfallsrate 
Der Umsatzausfall muss in den Betrachtungszeiträumen insgesamt mind. 50 % betragen. 
   
Höhe
Die Höhe und die Berechnung bleiben unverändert zur Ursprungsvariante. Der Zuschuss beträgt weiterhin 70 % des ermittelten Verlusts (90 % für Klein- und Kleinstunternehmen) je Betrachtungszeitraum. Eine Deckelung erfolgt bei EUR 10 Mio. Ein Verlustersatz für Betrachtungszeiträume von 16. September 2020 bis 30. Juni 2021 muss allerdings in diese betragliche Höchstgrenze mit einbezogen werden.
   
Auszahlung
Die Auszahlung erfolgt in zwei separat zu beantragenden Tranchen. Davon sind 70 % des voraussichtlichen Verlustersatzes in der ersten Tranche vorgesehen und die restlichen 30 % in der zweiten, wobei dort etwaige Korrekturen berücksichtigt werden müssen. Der gesamte Betrag kann auch erst in der zweiten Tranche beantragt werden. 
   
Beantragungsfrist
Die erste Tranche kann von 16. August bis 31. Dezember 2021 beantragt werden, die zweite von 01. Jänner bis 30. Juni 2022. Eine Endabrechnung muss bis 30. Juni 2022 erstellt werden und mit der Beantragung der zweiten Tranche durchgeführt werden.
    
Rahmenbedingungen 
Die Vergütungen von Inhabern, Organen, Mitarbeitern und wesentlichen Erfüllungsgehilfen müssen angemessen sein. Von 28. Juli bis 31. Dezember 2021 dürfen keine Boni an Vorstände bzw. Geschäftsführer in Höhe von über 50 % der entsprechenden Zahlungen 2019 ausgezahlt werden.
Entnahmen bzw. Gewinnausschüttungen müssen von 01. Juli bis 31. Dezember 2021 an die wirtschaftlichen Verhältnisse angepasst sein. In dem Zeitraum sind auch die Ausschüttung von Dividenden oder sonstigen rechtlich nicht zwingenden Gewinnausschüttungen und der Rückkauf eigener Aktien verboten. Danach ist das Unternehmen noch bis Mitte 2022 eine maßvolle Dividenden- und Gewinnauszahlungspolitik verpflichtet.


Stand: 02.08.2021
Quelle: BMF